Archive for the 'Recherche' Category

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Mike Brodies alternatives Amerika

Mike Brodie hat sich mit 18 Jahren und einer Polaroid Kamera im Gepäck aufgemacht, die USA per Zug zu erkunden. Auf seinem rund dreijährigen Trip hat er eine Seite von Amerika kennengelernt, die kaum weiter vom allgemeinen Popkulturverständnis und den Touristenpfaden entfernt sein kann. Es ist die Welt von Vagabunden, Obdachlosen und v.a. schwarzfahrenden Güterzugreisenden (ein besseres Wort für freighthoppers fällt mir nicht ein). Brodie nennt es “travel culture” (Reisekultur) und er hat praktisch Hunderte spannender Polaroids von alternativen Lebensstilen zwischen Gleisbetten und Güterbahnhöfen geschossen. Das hat ihm nicht nur den Spitznamen Polaroid Kidd eingebracht, seine Bilder füllen Ausstellungen auf der ganzen Welt.

Bei Needless & Pens gibt es eine Auswahl seiner Bilder hier und hier, bei Arteven noch mehr, und DryInk hat ein Interview mit The Polaroid Kidd.


Keith Davis Youngs 35mm

Keith Davis Young ist ein junger Fotograf und Designer aus Austin, Texas, und ich habe mich gerade mit glänzenden Augen durch sein Flickr-Set mit dem eher unscheinbaren Titel 35mm geklickt. Fantastische Impressionen und Fragmente des alltäglichen Lebens hat er da eingefangen. Wohnmobile, Parkplätze, Diners und Restaurants, Menschen, Möbel, Stimmungen. Gleich anschauen gehen!


D.I.Y. America – Webserie über die amerikanische Streetart-, Skate- und Hip-Hop-Szene

D.I.Y. America ist eine Internet Dokuserie von den Machern von Beautiful Losers, die sich mit US Subkultur auseinandersetzt und zwei Jahrzehnte Skateboarding, Graffiti, Punk, und Hip Hop umspannt. Mit Szenegrößen wie Ian MacKaye, Shepard Fairey, Kim Gordon, Thurston Moore, Glen Friedman und Tony Hawk.

Unten gibt’s den Trailer zur Serie, die mittlerweile elf Episoden kann man sich auf WK Entertainment anschauen.


Fotoserien: Slab City & Salton Sea

Tolle Fotoserie von Claire Martin über die Bewohner von Slab City (Wikipedia-Link), einer Community, die sich aus einem wilden Campingplatz in der Colorado Wüste im Südosten Kaliforniens gebildet hat.

Mindestens genauso tolle Bilder findet man in ihrem Album über die Salton Sea, dem größten See Kaliforniens, unweit von Slab City.

Am Rande von Slab City liegt auch der Salvation Mountain von Leonard Knight, den wir auch im Zuge unserer Recherche vergangenen Herbst besucht und in Bildern festgehalten haben:


Neue Recherchefotos

Im AMERICAN BACKROOM Flickr Stream gibt es neues Bildmaterial aus dem verregneten Michigan und Ohio. Die Fotos entstanden während unserer Recherchereise im vergangenen Herbst. Viel Spaß beim Stöbern. Und nicht vergessen: Bei Flickr kann man auch kommentieren ;)


Oregons Landschaft

Meredith Farmer fotographiert Landschaften. Und wie sie das macht! Wahnsinn!

Es ist ja immer so eine Sache mit den Landschaften Amerikas. Da ist dieser unglaublich weite Himmel, den wir in Europa einfach so nicht haben. Also dieses Gefühl der Größe und Entfernung. Wenn man das dann fotographiert, um es den Lieben zuhause zu zeigen, kommt das meist gar nicht so rüber. Man muss sich dann immer in endlose Erklärungsversuche begeben, um dieses Gefühl des “größeren Himmels” zu beschreiben, was in der Regel auch nur ein nüchternes “Aha. Schön” erntet. Es sei denn, man fotographiert wie Meredith Farmer. Sie schafft es, die Weite der Landschaften und des Himmels einzufangen. Und mich überkommt beim Betrachten ihrer Aufnahmen dieses totale Gefühl der Ruhe und Stille, das man automatisch verspürt, wenn man in echt an diesen Orten stehen würde. Wenn sich die Umgebungsgeräusche in den schier endlosen Entfernungen verlieren und alles ganz leise wird und irgendwie auch ganz klar.

Die meisten ihrer Bilder stammen aus Oregon und lassen sich dank des Geo-Tagging Features von Flickr genau lokalisieren. Nach Oregon hat uns unsere Recherche im vergangenen Herbst nicht geführt, aber das muss beim nächsten Trip nachgeholt werden. Bis dahin liefert Meredith Farmers Flickr-Stream einen ausgezeichneten Vorgeschmack.

Oregon – allein der Klang des Namens hat mir schon immer gefallen. Kann ich gar nicht oft genug hören.


Neue USA Fotos auf Flickr

Die Berlinale liegt in den letzten Zügen und der Trubel des European Film Marktes ist bereits verhallt… und wir finden wieder Zeit, ein paar neue Inhalte aus unserer Recherchereise vom letzten Herbst aufzubereiten: Fotos aus South Dakota, Wisconsin und Michigan, jetzt im Flickr-Stream von American Backroom. Bald folgen noch mehr – denn das Bildmaterial der Reise haben wir noch lange nicht alles ausgewertet.


Los Angeles, Portrait of a City

Visual History at its best. Unbedingt empfehlenswert: Los Angeles – Portrait of a City (Amazon Partnerlink). Mit mehr als 600 Fotos auf 570 Seiten erzählen Kevin Starr, Jim Heimann und David Ulin Geschichte und Entwicklung von Los Angeles. Wie man es von Taschen gewohnt ist, sind Fotoauswahl und Aufbereitung hervorragend, vermitteln ein Stück Lebensgefühl quer durch die Epochen und zeigen auch völlig neue Seiten, Ecken und Kanten der Stadt, von der man gerne glaubt, man würde sie bereits aus dem Kino kennen.

Bei Taschen kann man sich ein wenig durch das Buch klicken. Per Amazon Partnerlink kann man es hier bestellen.


Zeitreise nach Los Angeles

Stöbertipp: Im Forum von Skyscrapercity.com gibt’s eine Sammlung mit ganz vielen ganz tollen Bildern aus dem Los Angeles vor unserer Zeit, also jedenfalls vor meiner… 50er, 40er, 30er, 20er Jahre, zum Teil sogar noch älter.


Die Green Chile Offenbarung

Wir haben uns verfahren. Irgendwo zwischen Santa Fe und… ja, praktisch Nichts, wenn man mal von der Grenze zu Utah absieht. Einmal falsch abgebogen, rollen wir seelenruhig eineinhalb Stunden weiter, bevor wir überhaupt merken, dass wir gar nicht mehr auf unserer Route sind. Rechts und links Gestrüpp. So weit das Auge reicht. Zumindest bis zu dem schneebedeckten Gebirgszug am Horizont. Gestrüpp jedenfalls. Man kann es nicht besser ausdrücken. Seit einer gefühlten Ewigkeit nur Gestrüpp. Viel Wald hat’s im Carson National Forest, wie die Schilder großspurig verkünden, bisher nicht.

Hier liegt El Rito. Lange bevor wir die ersten Gebäude des Ortes sehen, wird er von dem in weißer Farbe auf einen der nahegelegenen Berghänge gepinselten Buchstaben “E” angekündigt. El Rito hat auf den ersten Blick wenig mehr zu bieten als eine lange Hauptstraße, an der sich rechts und links die für den amerikanischen Südwesten typischen Lehmziegelbauten aufreihen. Wir machen Halt an der El Llano Bar, vor der zwei still gelegte Zapfsäulen verrotten. Das Schild über der Tür ist etwas zu groß geraten und mit verblüffend unregelmäßig platzierten Nieten an der Wand befestigt. Es hängt schief. Auf den ersten Blick könnte man die Nieten auch für Einschusslöcher halten.

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