Archive for the 'Reise' Category

Zu Fuß Amerika durchquert – in Zeitraffer


(Guy Walks Across America on vimeo)

Wahnsinn! Ein Typ macht auf Forrest Gump und durchquert Amerika zu Fuß. Naja, nicht wirklich. Aber trotzdem toll gemachter Stop Motion Kurzfilm von… öhm, offensichtlich steckt eine Jeansmarke dahinter. Auch gut. Das Fernweh, das man bekommt, ist jedenfalls echt. Und wer es dem Läufer gleich tun will, mit oder ohne Jeans, kann sich bei Google Maps die Marschroute abgreifen.


Tilt Shift USA: Everyone Is A Little Universe


(Direktlink zum Kommentieren (!) auf Vimeo)

Endlich fertig! Unsere Tilt Shift Miniatur Testaufnahmen, die wir während unserer mehrmonatigen Reserchereise quer durch die Staaten im Herbst 2009 gedreht haben. Ihr könnt Euch das Video unten ansehen, am besten in HD und Vollbild! Es ist unser erster Versuch mit dieser Technik und er dient hauptsächlich dazu, Schauplätze, Orte und Bewegungen zu testen, als Vorbereitung auf den eigentlichen 3D Tilt-Shift Dreh für THE AMERICAN BACKROOM im Jahr 2011. Manche Testaufnahmen funktionieren super, andere weniger super ;) Übrigens stehen wir in Kontakt mit internationalen Tilt Shift Künstlern (den einen oder anderen kennt ihr vielleicht), in der Hoffnung, dass sie mit ihrem Talent an Bord kommen werden. Spannend!

Bis dahin ist das ein Anfang. Viel Spaß!

Besonderer Dank an The Wind-Up Robots Killed My Cat für die wunderbare Musik (und den passenden Titel).

Und für die Neugierigen hier noch eine Liste mit sämtlichen Locations, die im Video zu sehen sind (in der Reihenfolge ihres Auftritts):

    San Francisco, CA | Louisana State Route 14S | Grand Chenier, LA | Calexico, CA | New Orleans, LA | San Francisco | Grand Canyon, AZ | Los Angeles, CA | Palm Springs, CA | Hollywood, CA | Santa Monica, CA | outside Slab City, CA | Coleman, OK | San Francisco | Camp Verde, AZ | Monterey, CA | Lavina, MT | Santa Monica again | Melrose, NM | Santa Monica | Austin, TX | outside Bakersfield, CA | Page, AZ | Austin | Santa Cruz, CA | Austin again | Hollywood | Austin again and agian | New Orleans | Austin | Page | Austin | Santa Cruz

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On the Road: Übernachtungen

Wenn man – wie wir auf unserer Recherche vergangenen Herbst – mit schmalem Budget reist, strebt man in der Regel nach den günstigsten Übernachtungsmöglichkeiten. In unserem Fall hieß das: Die zahlreichen billigen Motel-Ketten, die sich durchs ganze Land ziehen. Unser Reisebudget war allerdings so schmal, dass wir selbst unter den Billigketten nicht frei wählen konnten, sondern gezwungen waren, das jeweils günstigste Angebot zu nehmen.

Unsere erste Nacht verbrachten wir in Newark, NJ, unweit des Flughafens. Wir landeten spät und konnten erst am nächsten Morgen unseren Mietwagen abholen. Das Hotel versprach einen Shuttle-Service vom Flughafen und so warteten wir nebst anderen Reisenden an der Shuttle-Bucht auf selbiges. Es war reger Betrieb, nagelneue Vans von Mariott bis Hilton, von Best Western bis Holiday Inn, jeweils in den Farben der Hotels lackiert, lieferten Reisende ab und gabelten Neue auf. Die Fahrer trugen Gepäckstücke und halfen beim Einladen. Wir warteten. Und langsam kamen Zweifel am Shuttle-Service auf.

Zu Unrecht, denn irgendwann bog ein alter Dodge Van in die Bucht, der eigentlich grau war, wäre er nicht so rostig gewesen. Der Van sah so verbeult aus, als würde er in seiner Freizeit an Monster Truck Shows teilnehmen – nicht als Monster, versteht sich. Es bestand jedoch kein Zweifel, in der Windschutzscheibe lag ein Zettel mit dem Aufdruck Howard Johnson Hotel. Das hatten wir gebucht. Es muss nicht eigens erwähnt werden, dass der Fahrer ausschließlich Fahrer, kein Gepäckträger war! Als ob wir noch eine Bestätigung benötigten, dass es tatsächlich der richtige Van war, suchten wir verstohlen nach anderen Reisenden, die zum Howard Johnson wollten. Wir blieben die Einzigen. Das Hotel selbst war dann allerdings völlig in Ordnung. Unser Zimmer lag in der Einflugschneise und an der Interstate, die nach Manhattan führte, aber wir waren zu müde, um überhaupt darüber nachzudenken.

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Mister & Missis.Sippi online schauen

Die dreiteilige TV-Doku “Mister & Missis.Sippi” von und mit Volker Strübing, die unser TV Tipp zu Ostern war, ist jetzt auch in der 3Sat Mediathek zu finden. Dreimal 45 unterhaltsame Minuten, die den Zuschauer mitnehmen auf eine Reise abseits des Bekannten und in so manches amerikanische Hinterzimmer blicken. Wer’s verpasst hat, hat jetzt noch einmal Gelegenheit dazu. Keine Ahnung, wie lange die Filme in der Mediathek bleiben, hoffentlich für länger…

Direktlinks zur Mediathek (öffnen in einem neuen Fenster):

Teil 1 – Von St. Louis nach Cairo
Teil 2 – Von Memphis nach Vicksburg
Teil 3 – Von Saint Francisville nach New Orleans


TV Tipp: Mister & Missis.Sippi

Der Schriftsteller, Dichter und Musiker Volker Strübing und die ZDF Moderatorin Patricia Schäfer fahren mit dem Floß den Mississippi runter. Von St. Louis nach New Orleans. Daraus haben sie eine Dokumentation gemacht. Tolle Idee! Der Trailer sieht sowas von nicht nach deutscher Einheitsfernsehreportagenkost aus und macht einfach richtig Laune einzuschalten. Heute abend, Ostersonntag und Ostermontag, jeweils 20:15 Uhr in 3sat. Ich bin dabei.


(Direktlink)


Neue USA Fotos auf Flickr

Die Berlinale liegt in den letzten Zügen und der Trubel des European Film Marktes ist bereits verhallt… und wir finden wieder Zeit, ein paar neue Inhalte aus unserer Recherchereise vom letzten Herbst aufzubereiten: Fotos aus South Dakota, Wisconsin und Michigan, jetzt im Flickr-Stream von American Backroom. Bald folgen noch mehr – denn das Bildmaterial der Reise haben wir noch lange nicht alles ausgewertet.


Ohne Worte


(via)


Die Green Chile Offenbarung

Wir haben uns verfahren. Irgendwo zwischen Santa Fe und… ja, praktisch Nichts, wenn man mal von der Grenze zu Utah absieht. Einmal falsch abgebogen, rollen wir seelenruhig eineinhalb Stunden weiter, bevor wir überhaupt merken, dass wir gar nicht mehr auf unserer Route sind. Rechts und links Gestrüpp. So weit das Auge reicht. Zumindest bis zu dem schneebedeckten Gebirgszug am Horizont. Gestrüpp jedenfalls. Man kann es nicht besser ausdrücken. Seit einer gefühlten Ewigkeit nur Gestrüpp. Viel Wald hat’s im Carson National Forest, wie die Schilder großspurig verkünden, bisher nicht.

Hier liegt El Rito. Lange bevor wir die ersten Gebäude des Ortes sehen, wird er von dem in weißer Farbe auf einen der nahegelegenen Berghänge gepinselten Buchstaben “E” angekündigt. El Rito hat auf den ersten Blick wenig mehr zu bieten als eine lange Hauptstraße, an der sich rechts und links die für den amerikanischen Südwesten typischen Lehmziegelbauten aufreihen. Wir machen Halt an der El Llano Bar, vor der zwei still gelegte Zapfsäulen verrotten. Das Schild über der Tür ist etwas zu groß geraten und mit verblüffend unregelmäßig platzierten Nieten an der Wand befestigt. Es hängt schief. Auf den ersten Blick könnte man die Nieten auch für Einschusslöcher halten.

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Herzstillstand an der Route 66

Wir rollen durch die Nacht und den Texas Panhandle Richtung Amarillo, als uns das Benzin ausgeht. Nicht vom Wagen, sondern vom Feuerzeug. Die letzte Tanke liegt schon eine ganze Weile zurück. Und wenn das Verlangen nach Nikotin zu groß wird, dann nimmt man es eben in Kauf, auch mal von der I-40 runterzufahren und sein Glück bei den paar Lichtern in der Ferne zu suchen. Nach Tanke sieht es dort aber auch nicht aus. Stattdessen begrüßt uns ein überdimensionierter und von Rostflecken überzogener Blechkaktus mit der neonleuchtendgrünen Aufschrift Cactus Inn. Hier, beschließen wir, werden wir übernachten. Gibt in der Dunkelheit eh nichts zu sehen. Können wir genauso gut schlafen. In dem winzigen Office greife ich als erstes in die Schale mit Streichhölzern. Dann treffe ich Peggy Baer, die Managerin des Cactus Inn. Und zugleich stolze Bürgermeisterin von McLean, Texas. McLeans erste Frau in diesem Amt. Ihre Wahl habe sogar ein internationales Medienecho nach sich gezogen, wird Peggy nicht müde immer wieder zu betonen, als sie vom Grund unserer Reise hört. Durch die Tür hinter ihr fällt mein Blick ins Wohnzimmer, von wo aus mir ihr Mann Duwain aus einem Lazy Boy zunickt, einem jener überdimensionierten, verstellbaren amerikanischen TV-Sessel, bei denen der Name Programm ist. Zwei solcher Lazy Boys gibt es in Peggy und Duwain Baers Wohnzimmer. Einen großen Fernseher. Und sonst viel Platz.

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Von denen, die auszogen… ohne Truthahn

Einen wunderschönen guten Morgen und ein feierliches “Juhu, es ist Thanksgiving!” Gut, eigentlich kein Tag, den wir Deutschen feiern, aber durch die ganze Festtagslaune um einen herum, kann man sich schon mal leicht anstecken lasen. Bereits in den vergangen Tagen konnte man Leute beobachten, wie sie bei WalMart und Co. durch die Gänge schleichen auf der Jagd nach dem besten, fettesten und günstigsten Truthahn. Und an der Kasse: Vor uns Truthahn auf dem Band, nach uns Truthahn auf dem Band, dazwischen unsere Packung typisch weiches amerikanisches Toastbrot und eine Tüte Salat. Da weiß man doch, worauf man sich freut…

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