Mehr “American Southwest-Zeitraffer-Porno”, diesmal von Dan Eckert, der seine Motive entlang Highway 395 in der kalifornischen Wüste fand. Und ein paar in Arizona.
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Tom Lowe macht Zeitrafferaufnahmen. Von Felsen. Canyons. Wolken. Und Licht. Und das sieht sowas von fantastisch gut aus, das muss man mit eigenen Augen gesehen haben. In seinem Blog berichtet Tom von den Strapazen und technischen Herausforderungen, die mit der Produktion einhergehen. Und es überrascht mich überhaupt nicht, dass er dabei seine tiefste Bewunderung dem Filmemacher Ron Fricke entgegenbringt, denn das kann man einfach nur unterstreichen.
So, und jetzt schließen wir mal kurz die Augen und versuchen uns diese Aufnahmen auf großer Leinwand und in einem dunklen Kinosaal vorzustellen. In 3D. Vor allem in 3D! Dann haben wir eine Ahnung davon, wohin uns THE AMERICAN BACKROOM zumindest streckenweise (ent)führen wird…
Ganz großes Kino.
Amerikanische Ruinen in 3D! Das klingt ja fast wie die eine oder andere Szene aus THE AMERICAN BACKROOM… oder wie das Fotoprojekt von Matt Bergstrom. Der plant nämlich, drei View-Master Sets von verlassenen bzw. verfallenen Gebäuden in 3D zu produzieren. Der View-Master ist ein tragbares Bildbetrachtungsgerät für stereoskopische Dias, die auf einer rotierenden Scheibe angeordnet sind. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an diese Mini-Fernseher, mit denen man wie in einem Guckkasten winzige verblichene Fotos von Sehenswürdigkeiten bestaunen konnte. So ähnlich ist das beim View-Master. Matt Bergstrom hatte wohl genug von idyllischen Berghängen und fröhlichen Touristenszenen in Technicolor. Jetzt müssen verfallene Gebäude her, von denen es ja eine Menge gibt in den Staaten. Leider fehlt ihm dafür noch das nötige Kleingeld, drum sucht er Unterstützung per Kickstarter: American Ruins in 3D! Im View Master Dingens. Toll! Unterstützen wir gerne. Und wer jetzt auch so etwas haben will… Schon ab 11 Dollar Spende gibt’s ein View-Master Set gratis! Den nötigen View-Master gibt’s noch immer im Spielwarenhandel.
Gerold von DigitaleLeinwand.de berichtet von “Cave of Forgotten Dreams”, dem ersten 3D Dokumentarfilm für das anspruchsvolle Arthaus Publikum, der hoffentlich auch Wegbereiter ist für weitere stereoskopische 3D-Projekte, THE AMERICAN BACKROOM eingeschlossen. Regie-Veteran Werner Herzog, der schon mit seiner wunderbaren Doku “Encounters at the End of the World” eine der Inspirationsquellen für THE AMERICAN BACKROOM schuf, nimmt sich in “Cave of Forgotten Dreams” der Höhlen von Vallon-Pont-d’Arc in Frankreich an, die für ihre ausgedehnten Höhlenmalereien berühmt sind. Nachdem die Höhlen für uns Normalsterbliche (i.e. die Öffentlichkeit) nicht zugänglich sind, ist es natürlich umso spannender, dass Herzog sich für stereoskopische Aufnahmen entschieden hat, um seine Doku zu realisieren.
Einen deutschen Starttermin gibt es leider noch nicht – und wenn man sich die Zahl der kleineren Lichtspielhäuser anschaut, die überhaupt einen 3D Dokumentarfilm spielen können, schwindet die Hoffnung, dass sich das in Kürze ändern wird (zu den zahlreichen Diskussionen, die das Thema der Digitalisierung in der Branche nach sich zieht, kann man sich ebenfalls bei DigitaleLeinwand.de informieren…)
“Cave” hatte seine Weltpremiere gestern auf dem Toronto International Film Festival. IndieWire hat die erste Kritik:
Herzog spielt das Geheimnis mit epischer Größe hoch, wobei er gelegentlich etwas übertreibt, meistens jedoch den Nagel auf den Kopf trifft. Er stellt den Schausplatz mit einer majestätischen Kranfahrt vor (die in 3D besonders eindringlich wirkt), die Kamera erhebt sich hoch über der Höhle und fängt die trostlose Landschaft ein. Während er kosmische Beobachtungen über “den Abgrund der Zeit” und ähnliches von sich gibt, steigt Herzog mit seinem kleinen Team in die Dunkelheit hinab, wo sie vorsichtig die 35.000 Jahre alten Kunstwerke erleuchten. Die in hohem Grade magische Aura des Bildmaterials reicht von Kohlezeichnungen von Tieren in Bewegung (“beinahe eine Art Ur-Kino”) bis hin zu Andeutungen von Selbstporträts (“als wäre die menschliche Seele in ihnen erwacht”). [Herzog naturally plays up the enigma at hand with epic grandeur, occasionally overdoing it but usually hitting the mark. Introducing the setting with a majestic crane shot (particularly immersive in 3-D), his camera soars above the cave and surveys the desolate landscape. Unleashing cosmic observations about "the abyss of time" and the like, Herzog ventures into the darkness with his small team, carefully illuminating the 35,000-year-old artwork within. The profoundly magical aura of the footage ranges from charcoal etchings of animals in motion ("almost like a form of proto-cinema") to hints of attempts at self-portraiture ("as if the human soul was awakened within them").]
Die komplette Kritik gibt’s hier, mehr Infos zum Projekt bei DigitaleLeinwand.de
Die Ruinen Detroits und der Verfall der einst viertgrößten amerikanischen Stadt gehören sicher zu den faszinierendsten Aspekten des “anderen Amerikas” – und waren schon häufiger Thema hier im Blog. Jetzt hat ein amerikanischer Schuh- und Stiefelhersteller Jackass-Frontman Johnny Knoxville auf Detroit angesetzt. Nicht, um es nach Jackass-Manier durch den Kakao zu ziehen, sondern um als Urban Explorer die Künstlerszene zu besuchen, die dort zwischen überwucherten Häuserfronten und verlassenen Einkaufsstraßen zu blühen beginnt – und dem Detroit-Thema nochmal eine ganz neue Seite hinzufügt. Rausgekommen ist die Doku “Detroit Lives!”, unten gibt’s den Trailer und Teil 1, die restlichen beiden Teile nach dem Klick.
Detroit Lives! – Teil 1:
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