Monthly Archive for January, 2010

American Van

Joe Stevens sammelt in seinen Bildern amerikanische Vans im Südwesten und fängt ein Stück Lebensraum ein, das vor allem an das Amerika der siebziger Jahre erinnert. Eine spannende Studie amerikanischer Ästhetik, Farbe und Umgebung – und eine kleine Flucht in wärmere Gefilde, gerade bei den Temperaturen da draußen.


Antrag auf Projektentwicklungsförderung

Das isser also: Unser erster Antrag auf Projektentwicklungsförderung für THE AMERICAN BACKROOM beim FilmFernsehFonds Bayern. Wie immer bis zur letzten Minute, bis der Kurier schon in der Tür stand, haben wir die letzten Tage einen Antrag auf Projektentwicklungsförderung zusammengestellt. Am Ende fallen einem immer jene paar Änderungen und Verbesserungen ein, auf die man in den Tagen davor gewartet hat. Aber es ist geschafft, und da geht er auf die Reise. Daumen drücken! In sechs Wochen wissen wir mehr.


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Für alle, die mehr wissen wollen: So ein Antrag umfasst ja eine Projektbeschreibung, Kalkulation, ein Unternehmensprofil, Bio- und Filmographien, Realisierungskonzepte, Visualisierungshilfen, Absichtserklärungen, Vertriebsabsichten und und und… Da kommen mal schnell 70 Seiten zusammen plus DVD mit Arbeitsproben, Visualisierungshilfen, einem Mood Reel und unseren Tilt Shift-Tests, die wir im letzten Herbst gedreht haben. Das braucht’s dann alles noch in 16-facher Ausfertigung. Einen kleinen Vorgeschmack auf unsere Tilt Shift Aufnahmen gibt es hier. Da war die DVD für den Antrag gerade fertig und wurde erstmal getestet, ob sie läuft…


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Los Angeles, Portrait of a City

Visual History at its best. Unbedingt empfehlenswert: Los Angeles – Portrait of a City (Amazon Partnerlink). Mit mehr als 600 Fotos auf 570 Seiten erzählen Kevin Starr, Jim Heimann und David Ulin Geschichte und Entwicklung von Los Angeles. Wie man es von Taschen gewohnt ist, sind Fotoauswahl und Aufbereitung hervorragend, vermitteln ein Stück Lebensgefühl quer durch die Epochen und zeigen auch völlig neue Seiten, Ecken und Kanten der Stadt, von der man gerne glaubt, man würde sie bereits aus dem Kino kennen.

Bei Taschen kann man sich ein wenig durch das Buch klicken. Per Amazon Partnerlink kann man es hier bestellen.


Ohne Worte


(via)


Zeitreise nach Los Angeles

Stöbertipp: Im Forum von Skyscrapercity.com gibt’s eine Sammlung mit ganz vielen ganz tollen Bildern aus dem Los Angeles vor unserer Zeit, also jedenfalls vor meiner… 50er, 40er, 30er, 20er Jahre, zum Teil sogar noch älter.


In den Ruinen von Detroit

Endzeitfilme wie “I am Legend” brauchen millionenteure Special Effects, um Welten zu erschaffen, die in Detroit längst Alltag sind. Die Pariser Fotographen Yves Marchand und Romain Meffre finden im Untergang von Motown vergleichbare Monumente wie die Pyramiden von Gizeh, das Colloseum oder die Akropolis. Das Ergebnis ist gleichermaßen schön wie beängstigend und liefert nochmals neue Ansichten eines Amerika, wie man es selten oder nie gesehen hat.

Ruins are the visible symbols and landmarks of our societies
and their changes, small pieces of history in suspension.
The state of ruin is essentially a temporary situation that happens at
some point, the volatile result of change of era and the fall of empires.


(via)


Die Green Chile Offenbarung

Wir haben uns verfahren. Irgendwo zwischen Santa Fe und… ja, praktisch Nichts, wenn man mal von der Grenze zu Utah absieht. Einmal falsch abgebogen, rollen wir seelenruhig eineinhalb Stunden weiter, bevor wir überhaupt merken, dass wir gar nicht mehr auf unserer Route sind. Rechts und links Gestrüpp. So weit das Auge reicht. Zumindest bis zu dem schneebedeckten Gebirgszug am Horizont. Gestrüpp jedenfalls. Man kann es nicht besser ausdrücken. Seit einer gefühlten Ewigkeit nur Gestrüpp. Viel Wald hat’s im Carson National Forest, wie die Schilder großspurig verkünden, bisher nicht.

Hier liegt El Rito. Lange bevor wir die ersten Gebäude des Ortes sehen, wird er von dem in weißer Farbe auf einen der nahegelegenen Berghänge gepinselten Buchstaben “E” angekündigt. El Rito hat auf den ersten Blick wenig mehr zu bieten als eine lange Hauptstraße, an der sich rechts und links die für den amerikanischen Südwesten typischen Lehmziegelbauten aufreihen. Wir machen Halt an der El Llano Bar, vor der zwei still gelegte Zapfsäulen verrotten. Das Schild über der Tür ist etwas zu groß geraten und mit verblüffend unregelmäßig platzierten Nieten an der Wand befestigt. Es hängt schief. Auf den ersten Blick könnte man die Nieten auch für Einschusslöcher halten.

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