“Dark Stores” heißt die Gruselshow, die der Fotograph Brian Ulrich im Zuge der Wirtschaftskrise veranstaltet. Es ist der letzte Teil seiner Fotoreihe “Copia”, die er nach 9/11 begonnen hat und die sich kritisch mit der Konsumhaltung auseinandersetzt. Damals wurde die amerikanische Bevölkerung angeregt, die Wirtschaft durch die Einkaufszentren zu stärken – für Ulrich eine zweifelhafte Gleichsetzung von Konsum mit Patriotismus. Er zog los, um die nüchterne und glanzlose Welt der Malls und des Einzelhandels festzuhalten, allesamt tolle Fotoserien.
Mit “Dark Stores” schließlich hat er leer stehende und verlassene Einkaufszentren dokumentiert – nachts, wenn die ohnehin schon unheimliche Stille noch durch eine düstere Kälte verstärkt wird. In diesen Welten möchte ich nicht alleine zurückgelassen werden. Man hat bereits beim bloßen Anblick der Fotos das Gefühl, man kann noch irgendwie die Stimmen und Schritte der Menschen verhallen hören, die jene Orte einst lebendig gemacht haben.
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