
Geht ja hier zu wie im Postamt. Der i-Blue 747 GPS Logger hat seinen Weg zu uns gefunden und wurde gleich mal auf Herz und Nieren geprüft. Das kleine Gerät zeichnet bis zu 150.000 GPS-Punkte auf. Je nach eingestelltem Aufzeichnungsintervall lässt sich damit praktisch ein ganzer Tag im Gelände loggen. Wer mit Bluetooth-fähigem Laptop oder Handy unterwegs ist, kann das Gerät außerdem als GPS-Empfänger zum Navigieren nutzen.
Software zum Konfigurieren und Auslesen der GPS-Daten liegt bei. Die ließ sich zwar erst beim dritten Versuch vernünftig installieren, so dass das Gerät auch erkannt wurde, aber dann ging die Konfiguration relativ leicht vonstatten. Für den Anfang will ich es mal mit einem Aufzeichnungsintervall von 1 Sekunde und allen 10 Metern versuchen. Und weil es ja darum geht, unsere Fotos mit GPS-Informationen zu versehen, hab ich mir gleich mal die Kamera und den Logger geschnappt und bin um den Block marschiert. Wichtig: Vorher die Uhrzeit der Kamera mit der Uhrzeit des Loggers abgleichen, denn die Synchronisation erfolgt später auf Zeitbasis.
Wieder zurück, lassen sich die Daten per Software auslesen und schon mal direkt in GoogleEarth anzeigen. Auf den ersten Blick würde ich sagen, ich hatte mehr als 2 Promille und wollte häufiger mit dem Kopf durch die Wand. Gut, wenn man es aus entsprechender Höhe betrachtet, fällt der Zickzack nicht weiter auf. Messgenauigkeit ist also noch verbesserungsfähig. Wie sieht’s aber mit der Fotozuordnung aus. Verortung, wie das in der Fachsprache heißt – neuerdings eben Geo-Tagging.
Dafür reicht die mitgelieferte Software des i-Blue 747 allerdings nicht mehr aus. Also erstmal die GPS-Daten in eine Datei speichern. Die i-Blue-Software bietet dafür sowohl das Google-Format .kmz als auch das Format .nmea an. Letzteres soll es sein.
Für den Abgleich mit den Bilddaten nutze ich die Freeware Copiks PhotoMapper. Das kleine Programm ist praktisch selbsterklärend: Mit “Import GPS Data” lade ich die .nmea-Datei, die mir den Pfad umgehend auf der Karte anzeigt. Mit “Import Images” noch die ausgewählten Bilder öffnen, und auch hier erfüllt die Software umgehend und ganz von selbst ihre Aufgabe und ordnet jedem Bild einen Längen- und Breitengrad zu. Das war einfach. Jetzt noch alle Bilder auswählen und als .kmz-Datei exportieren.
Die lässt sich in GoogleEarth öffnen… et voila, meine verorteten Bilder. Und gar nicht mal so schlecht, sitzen fast alle an der richtigen Stelle. Noch den Zickzack-Pfad ausblenden, dann fällt die Messungenauigkeit auch nicht weiter auf. Hooray! Wer das Ergebnis selbst mal bewundern möchte, kann sich das .kmz-File hier laden.
PS.: Den Logger haben wir für knapp 20 Euro über Ebay erstanden.
















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